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Das Fach Erdkunde am GBN – Wir untersuchen das Zusammenspiel von Mensch und Umwelt

1. Bildungsbeitrag des Faches

„Geografische und geowissenschaftliche Phänomene und Prozesse wie z. B. Klimawandel, Erdbeben, Hochwasser und Stürme, aber auch Globalisierung, europäische Integration, Bevölkerungsentwicklung, Migration, Disparitäten und Ressourcenkonflikte prägen unser Leben und unsere Gesellschaft auf dem Planeten Erde in vielen Bereichen.“ (Nds. MK, EK-KC 5-10, 2015, S. 5)
Der Bildungsbeitrag des Schulfaches Erdkunde zielt durch den Umgang mit solchen globalen und komplexen Entwicklungen auf ein fundiertes Fachwissen und auf ein ausgeprägtes und differenziertes Beurteilungsvermögen geographischer Phänomene und Prozesse ab. Es leistet wichtige Beiträge zur Erklärung von naturbezogenen, wirtschaftlichen, sozialen, politischen und historischen Zusammenhängen und Entwicklungen sowie deren wechselseitigen Beziehungen im System Erde - und ist zugleich ein lebendiges und zukunftsorientiertes Fach, das im 21. Jahrhundert nicht mehr aus dem Fächerkanon wegzudenken ist. Moderner Erdkundeunterricht lässt die SchülerInnen den Facettenreichtum unserer Erde entdecken, trägt einen erheblichen Anteil zum raumverantwortlichen Handeln des Einzelnen bei und fördert die Fähigkeit, naturwissenschaftliche und gesellschaftswissenschaftliche Themen sowohl mehrperspektivisch als auch ganzheitlich zu behandeln, die Erde als eine nicht vermehrbare Lebensgrundlage zu erfahren und sich verantwortungsbewusst an der Bewältigung von Gegenwartsproblemen und Zukunftsaufgaben zu beteiligen. Somit besitzt Erdkunde ein besonderes fachliches Potenzial zur Welterschließung in Räumen verschiedener Art und Größe.
Erdkunde ist ein zentrales Fach der Umweltbildung. Innerhalb der Bildung für nachhaltige Entwicklung übernimmt das Fach aufgrund seines Charakters eines Zentrierungsfaches für die Geo- und Raumwissenschaften eine zentrale Aufgabe im Zusammenhang mit dem Lernbereich „Globale Entwicklung“. Außerdem sind entwicklungspolitische Kenntnisse sowie das interkulturelle Lernen besonders wichtige Anliegen des Erdkundeunterrichts.
Insgesamt trägt Geographie zugleich nicht unerheblich zu dem Leitgedanken unseres Schulprogramms bei: „Für sich und andere Verantwortung übernehmen“.

Bedingt durch ihre Inhalte, bei denen Anschaulichkeit und Aktualität eine große Rolle spielen, ist Erdkunde traditionell ein Fach mit vielfältigem Einsatz von klassischen Medien und neuen Informations- und Kommunikationstechnologien und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur notwendigen Methoden- und Medienkompetenz.

2. Sekundarstufe I

Bei uns am GBN wird das Fach Erdkunde in der Sekundarstufe I durchgängig in den Jahrgängen 5-10 unterrichtet, wobei in den Klassen sechs sowie acht bis zehn Erdkunde in der Regel epochal unterrichtet wird.
Grundlage des Unterrichts ist der schuleigene Arbeitsplan, den die Fachgruppe auf Basis des landesweit geltenden Kerncurriculums ausgearbeitet hat. Folgende fünf Kompetenzbereiche stehen dabei im Mittelpunkt des Unterrichts: Fachwissen, Räumliche Orientierung, Erkenntnisgewinnung durch Methoden, Kommunikation sowie Beurteilen und Bewerten.
Die eingeführten Schulbücher und der Atlas sind auf der aktuellen Lernmittelliste zu finden.

Da der Räumlichen Orientierung eine besondere Kompetenzfunktion zukommt, haben sich am GBN sowohl in Jahrgang 5 als auch in Jahrgang 7 Unterrichtseinheiten zu Atlasführerscheinen etabliert.

Darüber hinaus ist das Fach Erdkunde an dem Wahlpflichtunterricht Gesellschaft auf dem Weg mit den Themen „Mobilität“ (Jg. 9) und „Urbanisierung“ (Jg. 10) beteiligt.
Zur weiteren Förderung der interkulturellen Kompetenz der SchülerInnen wird bei uns zudem bilingualer Erdkundeunterricht in englischer bzw. französischer Sprache im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts Unsere Nachbarn und wir (Jgg. 8-10) angeboten (Themen: Britische Kolonien (Indien und Afrika); Die USA; Stadt – Traum oder Albtraum?; Europa; Emigration und Immigration).

3. Sekundarstufe II

In der Einführungsphase (Jg. 11) wird Erdkunde einstündig unterrichtet und das Kernthema „Nachhaltigkeit in Raumnutzung und Raumentwicklung“ behandelt. Ziel ist es, typische nicht-nachhaltige Entwicklungsmuster des Globalen Wandels in ihrer Struktur und Dynamik zu erkennen, neue Ereignisse einzuordnen und unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten ableiten zu können. Auch hier hat die Fachgruppe einen schuleigenen Arbeitsplan auf Grundlage des Kerncurriculums erstellt.
Das eingeführte Lehrwerk ist wiederum der aktuellen Lernmittelliste zu entnehmen.
In der Qualifikationsphase (Jgg. 12/13) bieten wir Kurse auf erhöhtem Anforderungsniveau und ermöglichen so Erdkunde auch wieder als Prüfungsfach im Abitur (Hinweise zur schriftlichen Abiturprüfung 2022).

Ferner gibt es Seminarfächer mit geographischem Hintergrund. Diese ermöglichen es den SchülerInnen, sich intensiv mit einem Themenbereich (z. B. „Inseln der Erde – Landschaften und Kulturen“, „Transformation von Stadt und Land als nachhaltige Raumentwicklung“ oder „Küsten und Meere“) auseinanderzusetzen und sich zugleich vertiefend mit den Methoden des Faches (wie z. B. Geländetage, GIS) zu beschäftigen.

4. Leistungsfeststellung und Leistungsbewertung

Die Bewertung im Fach Erdkunde basiert auf den mündlichen und den schriftlichen (Klassenarbeit bzw. Klausur) Leistungen und erfolgt in allen Kompetenz- und Anforderungsbereichen. Bei der Benotung der mündlichen Leistungen werden u. a. die aktive und sachbezogene Beteiligung am Unterrichtsgespräch, die Ergebnisse von Einzel-, Partner- und Gruppenarbeiten, Präsentationen oder die Anwendung fachspezifischer Methoden berücksichtigt.

Gewichtung der mündlichen und schriftlichen Leistungen

Schuljahrgänge

Anzahl der Klassenarbeiten bzw. Klausuren pro Halbjahr

mündliche und fach-
spezifische Leistungen
(Mitarbeit)

schriftliche Leistungen

5-10

eine Klassenarbeit

2/3

1/3

11

eine Klausur

60%

40%

12.1

zwei Klausuren

50%

50%

12.2-13.2

eine Klausur

60%

40%


5. Außerunterrichtliche Aktivitäten

Die Geographie lebt durch unterschiedlichste Lernformen und Lernorte.
So bereichern Tagesexkursionen den „Erdkunde-Alltag“ und dienen der Vernetzung der (abstrakten) Unterrichtsinhalte: Beispielhaft seien hier das Klimahaus in Bremerhaven (Jg. 7), das VWN-Werk Hannover-Stöcken (Jg. 10), ein nahegelegener Bauernhof (Jg. 5) oder auch unser Schulort Bad Nenndorf selbst als Ziele genannt. Geographisch orientierte Studienfahrten erfolgen im Rahmen der Seminarfächer. Auf diese Weise werden die außerschulische Wirklichkeit aufgesucht, das dort Erfahrene verarbeitet und eigene Handlungserfahrungen gemacht.
Zusätzlich können SchülerInnen an verschiedenen Wettbewerben teilnehmen:
- Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik,
- BundesUmweltWettbewerb,
- Jugend forscht bzw. Schüler experimentieren, Fachgebiet „Geo- und Raumwissenschaften“,
- GeoPreisNiedersachsen (für erdkundlich ausgerichtete Facharbeiten im Seminarfach) und
- Diercke WISSEN.
Immer wieder leisten SchülerInnen mit erdkundlichen Inhalten auch einen Beitrag zu unserem Erasmus+-Projekt (derzeit Focus).
Abgerundet werden diese Angebote durch Ausstellungen und Vorträge (z. B. „Chinas Metropolen im Wandel“), Projekttage (z. B. zum Klimawandel) bzw. Kongressteilnahmen (z. B. Schüler-Klimagipfel in Löhne) und Expertengespräche (wie mit SeminarfachschülerInnen in der Akademie für Raumforschung und Landesplanung in Hannover).

Fürs Leben lernen heißt auch „nachhaltig Geographie lernen“! (H. HAUBRICH, Geographiedidaktiker)

Kontakt: Fachobmann Thomas Warnecke

Letzte Aktualisierung: Mai 2020



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