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11/11/19

Einladung

zu den Weihnachtskonzerten

Sie finden am 18. und 19. Dezember um 18.00 Uhr im Forum statt.

Am Mittwoch mit: Bläserklasse 5b, Unterstufenchor, Stomp, Junior Big Band und Big Band

Am Donnerstag mit: Bläserklasse 6b, Juniorblasorchester, Mittel- und Oberstufenchor und Big Band

Der Kartenvorverkauf beginnt am 4. Dezember in der 1. Pause vor dem Forum.


Das Fach Geschichte am Gymnasium Bad Nenndorf

1. Aufgaben des Faches Geschichte

Die zentrale Aufgabe des Faches Geschichte besteht in der Ausbildung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins, d.h. die SchülerInnen sollen durch die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit die historische Bedingtheit ihrer Umwelt erkennen, zugleich trägt das Fach zur politischen Bildung bei. Zwar geht es hier nicht darum, aus der Vergangenheit Verhaltensregeln für die Gegenwart abzuleiten, jedoch können die SchülerInnen durch die Beschäftigung mit sozialen und politischen Prozessen aus der Geschichte z.B. die Mechanismen zur Durchsetzung von Interessen und/oder die damit verbundenen Legitimationsmuster besser verstehen. Auf dieser Grundlage fällt es ihnen auch leichter, gegenwärtige politische Vorgänge zu reflektieren.

2. Geschichte in der Sekundarstufe I

Am Gymnasium Bad Nenndorf wird das Fach Geschichte in der Sekundarstufe durchgängig in den Jahrgängen 5-10 unterrichtet, wobei in den Klassen sieben bis neun – wie an allen niedersächsischen Gymnasien – nur eine Stunde pro Schuljahr zur Verfügung steht, sodass das Fach Geschichte in diesen Klassenstufen in der Regel epochal unterrichtet wird.

Grundlage des Unterrichts ist das schulintern entwickelte Fachcurriculum, das die Fachgruppe auf Basis des landesweit geltenden, zum 1. August 2015 in Kraft getretenen Kerncurriculums ausgearbeitet hat.

Das Kerncurriculum definiert als übergeordnetes Ziel des Geschichtsunterrichts den Erwerb narrativer Kompetenz. Diese Fähigkeit zum historischen Erzählen besteht im Wesentlichen darin, sich historisches Wissen anzueignen, es sinnbildend zu verknüpfen und mit Bedeutungszuweisungen, also Urteilen zu versehen. Demzufolge stehen auch drei Kompetenzbereiche im Mittelpunkt des Geschichtsunterrichts:

  • Sachkompetenz, d.h. die SchülerInnen erwerben ein historisches Orientierungswissen, das  von der Vor- und Frühgeschichte (Jg. 5) bis in die Zeitgeschichte (Jg. 10) reicht. 
  • Methodenkompetenz, d.h. die SchülerInnen erwerben die Fertigkeit, mit verschiedenen Zeugnissen, z.B. Texte oder Karikaturen, und Darstellungen der Vergangenheit angemessen umzugehen.
  • Urteilskompetenz, d.h. die SchülerInnen lernen, den Stellenwert historischer Inhalte, Themen, Fragen und Probleme zu bestimmen und diese anhand von Kriterien zu deuten.

Trotz dieses relativ hohen Grades an Abstraktion versuchen wir die Geschichte für die SchülerInnen durch große methodische Vielfalt, z.B. Rollenspiele, oder den Einsatz verschiedenster Medien lebendig werden zu lassen. Dazu tragen auch Museumsbesuche und Exkursionen bei. So besuchen alle sechsten Klassen den Schauplatz der Varusschlacht bei Kalkriese und die zehnten Klasse die Gedenkstätte Bergen-Belsen.

Es ist uns zudem ein wichtiges Anliegen, den Jugendlichen zu verdeutlichen, dass Geschichte uns immer noch betrifft. Daher laden wir regelmäßig Zeitzeugen, u.a. Salomon Perel und Henriette Kretz, oder den Historiker Gideon Greif (anlässlich der Erinnerung an den Novemberpogrom 1938) ein und organisieren alljährlich Gedenkveranstaltungen (siehe Berichte 201520172018 und 2019) anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar. Besondere Veranstaltungen, wie zum Beispiel die Aktion zum 500. Jubiläum des Thesenanschlags oder die Mitgestaltung der Gedenkveranstaltung zum 09. November 2017 und auch 2018, ergänzen die Bemühungen. 

Zur Förderung der interkulturellen Kompetenz der SchülerInnen bietet das Gymnasium Bad Nenndorf zudem bilingualen Geschichtsunterricht in englischer bzw. französischer Sprache als Wahlpflichtunterricht (Jg. 8-10) an.

3. Geschichte in der Sekundarstufe II

Im Gegensatz zum Geschichtsunterricht in den vorangegangenen Jahren geht der Unterricht in der Sekundarstufe II nicht mehr chronologisch vor, sondern wird durch einen kategorialen Zugriff geprägt.

So werden in der Eingangsphase (Jg. 11) die Themen „Vom 20. ins 21. Jahrhundert – eine Zeitenwende?“ (erstes Halbjahr) und die „Die Welt im 15. und 16. Jahrhundert“ (zweites Halbjahr) behandelt. Dabei betrachten die Lernenden diese Inhalte einmal aus einer eher abstrakten Perspektive im Rahmen des Kernmoduls, dessen Inhalte dann anhand konkreter Wahlmodule, zB „Die friedliche Revolution in der DDR 1989“, konkretisiert werden. Das vollständige schulinterne Curriculum für Jg 11 finden Sie hier. Der Unterricht in Jahrgang 11 bereitet damit aufgrund seiner inhaltlichen Anlage aber auch dank des systematischen Trainings zahlreicher Methoden kontinuierlich auf die Arbeit in der Qualifikationsphase vor.

In der Qualifikationsphase selbst hält das Gymnasium Bad Nenndorf ein breites Angebot bereit: So kann Geschichte als mündliches Prüfungsfach (P5), schriftliches Prüfungsfach auf grundlegendem Niveau (P4) sowie erhöhtem Niveau (P1-3) oder auch ohne Prüfungsverpflichtung gewählt werden.

In den vier Kurshalbjahren werden die vier folgend genannten Rahmenthemen nacheinander behandelt:

  • Rahmenthema I: Krisen, Umbrüche und Revolutionen
  • Rahmenthema II: Wechselwirkungen und Anpassungsprozesse in der Geschichte
  • Rahmenthema III: Wurzeln unserer Identität
  • Rahmenthema IV: Geschichts- und Erinnerungskultur

Innerhalb der Semester setzen sich die SchülerInnen dabei jeweils im Rahmen des sog. Kernmoduls mit den theoretischen Grundlagen auseinander, die sodann anhand eines durch das Kultusministerium vorgegebenem und eines von der Fachkonferenz Geschichte ausgewählten Wahlmoduls konkretisiert werden. Für das Rahmenthema II im Abitur 2021 z.B. bedeutet dies, dass sich die Lernenden hier mit den Modulen „Die Völkerwanderung“ sowie „Die Kreuzzüge“ beschäftigen.  

Eine vollständige Übersicht über die Kern- und Wahlmodule für den Abiturjahrgang 2021 finden Sie hier, weitere Informationen über den Aufbau des Geschichtsunterrichts in den Jahrgängen 11 und 13 enthält das Kerncurriculum Geschichte für die Oberstufe.

Abgerundet wird dieses Angebot durch den bilingualen Geschichtsunterricht auf Spanisch sowie Seminarfächer mit historischem Hintergrund.  Letztere ermöglichen es den SchülerInnen, sich intensiv mit einem Themenbereich (z.B. „Demokratie vs Diktatur“ oder „Der Erste Weltkrieg“) auseinanderzusetzen und sich zugleich vertiefend mit den Methoden des Faches zu beschäftigen, wobei auch hier Kurse mit bilingualen Modulen angeboten werden.

4. Leistungsfeststellung und Leistungsbewertung 

Die Bewertung im Fach Geschichte basiert auf den mündlichen und den schriftlichen Leistungen. Bei der Benotung der mündlichen Leistungen werden u.a. die aktive und sachbezogene Beteiligung am Unterrichtsgespräch, die Ergebnisse von Einzel-, Partner- und Gruppenarbeiten, Präsentationen oder die Anwendung fachspezifischer Methoden berücksichtigt. Genauere Informationen zur Definition der jeweiligen Notenbereiche sowie finden Sie hier, die entsprechenden Regelungen für die Sekundarstufe II finden Sie hier

Die schriftlichen Leistungen bestehen in der Regel in den Klassenarbeiten (Sekundarstufe I) bzw. Klausuren (Sekundarstufe II). Die Gewichtung von mündlichen und schriftlichen Leistungen bei der Bildung der Gesamtnote können Sie der folgenden Übersicht entnehmen:

 

Jahrgänge

Anzahl der Klassenarbeiten bzw. Klausuren pro Halbjahr

Anteil d. schriftl. Arbeiten an der Gesamtnote

5-10

eine Klassenarbeit pro Halbjahr

33%

11 

eine Klausur 

40%

12 und 13 (ohne Prüfungsverpflichtung)

eine Klausur pro Semester

40%

12.1 (Prüflinge P1 - P5)

zwei Klausuren 

50%


Kontakt:
Fachobmann Niels Koblitz



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