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01/11/18

"Schnuppertag" und Elterninformation

Am 09. Februar sind alle SchülerInnen des Jahrgangs 10 aus anderen Schulen eingeladen, einen Tag am GBN zu hospitieren um uns kennenzulernen. Treff ist 7.55 Uhr in der Cafeteria, bitte anmelden unter info@gymbane.de. Die Elterninformation findet am 13. Februar um 19.00 Uhr im Forum statt, vorher ab 18.00 Uhr eine Information zum bilingualen Geschichtsunterricht spanisch (fortgeführte Fremdsprache).


Erinnerungskultur

GBN-Schülerinnen und Schüler gestalten Gedenkveranstaltung zum 9. November mit

Am Abend des 9. November 1938 und die folgende Nacht über brannten in Deutschland Synagogen, jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger wurden beraubt, geschlagen und misshandelt, in den Selbstmord getrieben oder umgebracht. Etwa 400 Menschen starben in Folge der vom nationalsozialistischen Staat bereits Tage zuvor begonnen Übergriffe, durchgeführt von SA und SS in ziviler Kleidung, damit es den Anschein erweckte, „spontaner Volkszorn“ habe breite Teile der Bevölkerung zur Zerstörung jüdischer Geschäfte, Wohnungen und Wohnhäuser und der Misshandlung ihrer Nachbarn veranlasst. Tatsächlich beteiligten sich auch Menschen an den Verbrechen, die nicht der NSDAP angehörten, als sich die Gelegenheit dazu bot. Auch Vergewaltigungen gehörten zu den Gewaltexzessen, die den Übergang darstellen von der Diskriminierung, die jüdische Deutsche seit dem Regierungsantritt Adolf Hitlers am 30. Januar 1933 erleben mussten, zur rassistisch begründeten systematischen Verfolgung und Ermordung von Menschen im Namen des deutschen Staates in den Teilen Europas, die unter die Kontrolle Deutschlands gerieten.

In Bad Nenndorf lebten zu dieser Zeit keine Menschen jüdischen Glaubens mehr. Sie waren bis 1937 vor den diskriminierenden Angriffen ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger in andere Orte in Deutschland ausgewichen, von wo sie den später deportiert und in den Konzentrations- und Vernichtungslagern umgebracht wurden. Oder ihnen gelang die Flucht ins Ausland, wie dem Arzt Dr. Ernst Blumenberg nach Shanghai, nach dem demnächst der zentrale Platz in der Nenndorfer Innenstadt benannt werden soll.

Schülerinnen und Schüler aus dem Geschichtsunterricht von Herrn Behr im 10. Jahrgang berichteten jeweils an den „Stolpersteinen“, die an die aus Bad Nenndorf vertriebenen Juden erinnern, über die Schicksale der ehemaligen Bewohner. Bei dem würdig gestalteten Gedenkgang wurden alle Erinnerungsorte besucht, eine musikalische Begleitung der Schülerinnen und Schülern der Schlaffhorst-Andersen Schule rahmte die von Vertretern der christlichen und jüdischen Gemeinde gesprochenen Gebete ein. „Bad Nenndorf ist bunt“ gebührt der Dank, diese Veranstaltung geplant und durchgeführt zu haben.

Michael Imhof



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